DEUTSCH

Glaubst du, dass du kein Talent für Sprachen hast?

Ich habe viele Menschen getroffen, die genau so dachten.

Meine Vermutung ist, dass das Problem nicht das Talent ist, sondern dein eigenes Gehirn.

Dein Gehirn will nicht, dass du dich veränderst. Seine primäre Funktion ist es, Energie zu sparen, damit du überlebst. Dafür strebt es einen Zustand der „energetischen Ruhe“ an – die sogenannte Komfortzone – und macht dich nach ihr „süchtig“. Wenn du sie verlässt, nimmt es als Gefahr wahr. Die Lösung besteht nicht darin, es zum Lernen zu zwingen, sondern die Bedingungen zu schaffen, damit es das tut, wofür es sich entwickelt hat: sich anzupassen, um Energie zu sparen. Das Ergebnis ist das Lernen.

Mit über sechzig Jahren stelle ich diese Idee erneut auf die Probe, indem ich jetzt gleichzeitig und von Grund auf Chinesisch, Russisch, Griechisch und Einradfahren lerne.

MoviLinguas ist das Labor für diese Experimente. Hier stand die Geschichte der Valqui-Methode, die auf 5 einfachen Prinzipien basiert:

  • 1) Das Gehirn will vor allem Energie sparen.
  • 2) Um dies zu erreichen, macht es dich von deiner Komfortzone „süchtig“.
  • 3) Wenn es etwas Neues lernt, dann nur, um Energie zu sparen.
  • 4) Bei Sprachen schaffst du durch das Training der Fluidität eine neue Komfortzone.
  • 5) Beharrlichkeit signalisiert dem Gehirn, dass es keinen anderen Ausweg hat, als sich anzupassen.

Die Valqui-Methode schafft die Voraussetzungen, die dein Lernen unvermeidbar machen.

Frag dich nicht, ob du Talent hast; biete deinem Gehirn einfach diese Voraussetzungen an.

LERNEN IST OFT UNSICHTBAR

Ein Großteil des Lernens findet unbewusst statt. Deshalb bleiben Fortschritte am Anfang oft unbemerkt, und viele geben auf. Doch das Gehirn arbeitet unermüdlich weiter, auch wenn man die Ergebnisse noch nicht sieht.

SPIELERISCH LERNEN

Die wichtigsten Dinge unseres Lebens haben wir spielerisch gelernt: Gehen, Laufen, Sprechen oder den Umgang mit anderen. Als Erwachsene glauben wir jedoch, dass Lernen Langeweile, Auswendiglernen und Angst vor Fehlern bedeuten muss.

LERNEN HEISST ENERGIE SPAREN

Das Gehirn lernt, um Energie zu sparen. Das ist der wahre Motor des Lernens, nicht die Willenskraft oder der alleinige Wunsch zu lernen. Wenn eine Anforderung lange genug anhält, passt sich das Gehirn an, um sie mit geringerem Aufwand zu bewältigen.

Es ist keine Willenskraft. Du brauchst nur Persistenz.

Das Ziel ist nicht, sich an einem Tag zu verwandeln. Du musst vorankommen, egal wie klein deine Schritte auch sein mögen.

Zu verstehen, wie das Gehirn funktioniert, gibt dir den Schlüssel, um neue Fähigkeit zu lernen – sei es die Verbesserung deiner Technik in einer Sportart oder das Erlernen einer Sprache.

Hier werde ich meine Erfahrungen dokumentieren, während ich gleichzeitig Chinesisch, Russisch und Griechisch von Grund auf lerne, sowie mein Abenteuer mit dem Einrad nach derselben Methode.

Mit diesen Experimenten möchte ich meine Hypothese auf die Probe stellen.

Das Gehirn macht dich von deiner Komfortzone „süchtig“. Wenn du also etwas Neues lernen willst, beginne mit minimalen, aber konstanten Schritten, damit deine „Sucht“ sie akzeptiert und dich nicht sabotiert.

Denn das Gehirn unterscheidet nicht zwischen einer Sprache und einer Sportart: Es sucht nur nach einer neuen «energetischen Ruhe».

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